„Red Star Rebels“ von Amie Kaufman / Rezension
Hellow ihr!
Habt ihr schon „Red Star Rebels“ von Amie Kaufman gelesen? Das Buch hat 320 Seiten und ist am 1. Juli 2026 im Knaur‑Verlag erschienen.
Um was es geht:
Im Jahr 2067 wird die UN‑Station auf dem Mars evakuiert. Aus Versehen zurückgelassen werden nur zwei Personen: Hunter Brell, ein Abkömmling des Megakonzerns, der den Mars zuerst besiedelt hat, und Cleo, eine illegale Einwanderin. Hunter wirkt wie der typische Rich Boy, mit dem Cleo absolut nichts anfangen kann. Doch um zu überleben, müssen die beiden zusammenhalten, denn die Evakuierung war nur eine Farce.
Schon bald stellt sich heraus, dass die Evakuierung nur ein Vorwand war und dass Hunter und Cleo es mit deutlich gefährlicheren Feinden zu tun haben, als sie je erwartet hätten …
Die Charaktere:
Cleo ist eine starke und unabhängige Protagonistin, die durch Hunters Familie viel Leid erfahren hat. Sie hat bereits einiges durchgemacht und trägt Hunter gegenüber viele Vorurteile. Zu sehen, wie sich ihr Denken nach und nach wandelt, war unheimlich spannend. Ich fand sie generell sehr sympathisch.
Hunter wirkt zu Beginn wie ein privilegierter Schnösel, der sich auf seinen Status ausruht. Doch je mehr man über ihn erfährt, desto klarer wird, dass das nicht stimmt. Trotz seines Familiennamens hatte er es schwer im Leben, und die Entwicklung, die er innerhalb der wenigen Stunden, in denen der Roman spielt, durchmacht, ist definitiv positiv und nachvollziehbar.
Die Umsetzung:
Als ich das Buch beendet habe, war ich erstmal richtig geflasht. Die Handlung ist spannend, energiegeladen und voller Einfallsreichtum. Zwischenmenschlich ging manches vielleicht etwas schnell, aber die Dynamik hat für mich trotzdem funktioniert. Die Geschichte bietet viele unterschiedliche Charaktere, eine starke Atmosphäre und ein Setting, das sofort fesselt.
Nachdem ich einige Rezensionen gelesen habe, konnte ich die negative Kritik an der „zu schnellen“ Liebesgeschichte nicht wirklich nachvollziehen. Wenn man die Situation der Protagonisten bedenkt, denn sie könnten jede Minute sterben, wirkt ihre Bindung absolut realistisch. In Extremsituationen klammern sich Menschen oft an die einzige Person, die diese Zeit mit ihnen an ihrer Seite durchsteht. Für mich war das glaubwürdig, denn auch wenn wir nicht so empfinden würden, ist es nicht direkt unrealistisch.
Ich persönlich suche bei solchen Büchern nicht nach absoluter Realitätsnähe, sondern nach guter Unterhaltung, die mich für eine Weile die reale Welt vergessen lässt. Und genau das hat dieses Buch geschafft. Zudem bezweifle ich auch, dass die Beziehung der beiden nach dem Ende dieses Buches wirklich funktionieren könnte, aber im Moment des Lesens ist mir dies eigentlich ziemlich egal und ich fiebere einfach mit den Protagonisten mit.
Im Allgemeinen ist das Weltraum‑Setting aufregend, der Schreibstil fängt die Atmosphäre sehr gut ein, und dass die Geschichte aus der Sicht beider Hauptcharaktere erzählt wird, hat mir ebenfalls gefallen.
Mein Fazit:
Eine Weltraumstation, zwei Protagonisten, die sich gezwungenermaßen zusammenschließen müssen, ein gemeinsamer Feind und eine große Entscheidung, die alles verändert. Wer Spannung sucht und einfach mal komplett aus der Realität fliehen möchte, ist hier genau richtig.
Für kurzweilige, fesselnde Unterhaltung kann ich die Geschichte absolut empfehlen. Von mir bekommt sie 4,5 von 5 Sterne.
Das Buch ist ein Rezensionsexemplar des Knaur-Verlags.



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