„Seven Rules For A Perfect Marriage“ von Rebecca Reid / Rezension
- Lisa (lisas_worldofbooks)

- vor 10 Stunden
- 2 Min. Lesezeit

Hey Leudis!
Kennt ihr „Seven Rules For A Perfect Marriage“ von Rebecca Reid? Das Buch hat 336 Seiten und ist am 1. Juni im Lübbe‑Verlag erschienen.
Um was es geht:
Nach außen hin leben Jessica und Jack den Traum des perfekten Lebens. Auf ihren Social‑Media‑Kanälen präsentieren sie sich als das perfekte Paar und zeigen sich stets von ihrer besten und glücklichsten Seite. Sie haben einen Ratgeber geschrieben, der „Seven Rules for a Perfect Marriage“ heißt, und dieser wurde über Nacht zum Bestseller.
Allerdings ist das alles nur Schein, denn die beiden haben komplett unterschiedliche Vorstellungen vom Leben. Jessica möchte ihre Ehe weiterhin auf den Sozialen Medien vermarkten, während Jack sein Leben als „Ehemann von Jessica“ mittlerweile fast schon hasst. Um ihre Ehe zu retten, wollen sie sich wieder an ihre eigenen Regeln halten, ob das jedoch ausreicht, ist fraglich …
Die Charaktere:
Jessica hat es geschafft, durch ihre Ehe mit Jack ein erfolgreiches Business aufzubauen. Ihr ist kaum etwas wichtiger, als ihre Buchverkäufe anzukurbeln und nach außen hin perfekt zu wirken. Sie möchte unbedingt groß rauskommen, und ihr allergrößter Wunsch ist es, Mutter zu werden. Ich persönlich fand sie sehr unsympathisch, da ihr die Wünsche ihres Ehemanns meist komplett egal waren und es ihr nur darum ging, ihre eigenen Träume zu verfolgen.
Jack ist das komplette Gegenteil von Jessica. Er ist ein sehr ruhiger Mensch, der nicht gerne im Mittelpunkt steht und keinerlei Gefallen daran findet, sich auf Social Media zu vermarkten. Das meiste, was er tut, macht er nur für Jessica, während er seinen eigenen Traum, ein richtiger Autor zu sein, der nicht nur an Ratgebern mitschreibt, für sie hintenanstellt. Ich fand ihn sympathisch und konnte seine Gedankengänge gut nachvollziehen.
Die Umsetzung:
Für mich persönlich war das Buch leider nichts. Der Klappentext klang sehr interessant und hat eine vielversprechende Geschichte angedeutet, doch konnte ich gefühlstechnisch nicht mit den Charakteren und deren Ehe warm werden. In den Kapiteln, die in der Vergangenheit spielen und die beiden als mittelloses Paar zeigen, hatte ich noch ein bisschen Verständnis dafür, dass sie anschließend geheiratet haben. In der Gegenwart war dies für mich jedoch nicht mehr nachvollziehbar.
Der Schreibstil an sich war zwar gut verständlich und einfach gehalten, aber man konnte durch die ganze Geschichte hindurch aus Jessicas Sicht merken, dass sie nicht versteht, warum Jack eigene Träume und Wünsche hat und ihre nicht teilen möchte. Aus Jacks Sicht bekommt man mit, dass er Jessica zwar liebt, allerdings mit seinem Leben unheimlich unzufrieden ist. Jessica möchte dies nicht anerkennen, legt auf Vereinbarungen keinen Wert und behandelt ihn nicht wie einen ebenbürtigen Partner.
Irgendwann hat mich die ganze Geschichte leider ziemlich frustriert, und empfehlen würde ich sie eher nicht, auch wenn die sie die Realität für so manches Paar bestimmt gut abbildet und irgendwo schon auch unterhaltsam war.
Mein Fazit:
An sich hätte das Buch viel Potenzial gehabt, leider fand ich die Umsetzung relativ unzufriedenstellend. Da mich die Geschichte nicht packen konnte, aber trotzdem relativ unterhaltsam zu lesen war, bekommt sie 2,5 von 5 Sterne von mir.
Das Buch ist ein Rezensionsexemplar von Lovelybooks.



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